19. May 2012

Vielseitiger Parc Natural de Cala Mondrago

Wer mehr von Mallorca sehen und erleben möchte als die tollen Strände, das Strandleben und den Reiz der Stadt Las Palmas, tut gut daran, Streifzüge durch die großartigen Naturparks der Insel einzuplanen. Hier bieten sich auf großen Flächen ursprüngliche Landschaft, ein ungeheurer Reichtum von Arten der Tier- und Pflanzenwelt und eindrucksvolle landschaftliche Naturschönheiten.

Zu den sehenswerten Naturschutzgebieten der Insel Mallorca gehört der Naturpark Parc Natural de Cala Mondrago. Das Naturschutzgebiet Parc Natural de Cala Mondrago dehnt sich über eine Fläche von 785 Quadratmetern im Südosten der Insel aus. Das Gebiet wurde 1992 wegen seiner landschaftlichen Einzigartigkeit und der Vielfalt von Flora und Fauna unter Naturschutz gestellt. Damit wurde auch der einst geplante Bau einer großen Ferienanlage verhindert. Der Parc Natural de Cala Mondrago zeigt eine Mischung von wunderschönen Steineichenwäldern, Feuchtzonen an den eindrucksvollen Steilküsten, wo zahlreiche Wasservögel ihre geschützten Nistplätze haben. Blässhühner, Ohrentaucher, Rotschenkel können hier beobachtet werden. Im Winter lassen sich auch Seidenreiher, Fischreiher und Stockenten sehen. In Jahrhunderten haben sich herrliche Dünenlandschaften an den Küsten des Naturparks entwickelt. Im Parc Natural de Cala Mondrago beeindrucken die zahlreichen kleinen Salzwasserseen. Diese Seen bilden sich unterhalb von Sturzbächen aus den Höhen.

Der Parc Natural de Cala Mondrago verbindet wilde Naturschönheit mit der ursprünglichen Nutzung von einigen Gebieten für den Ackerbau und die Viehwirtschaft. Hier sind die kleinen Steinhäuser, Barraques de Roter, ebenfalls sehenswert, die eine typische Bauweise der Gegend sind. Durch den Parc Natural de Cala Montago können schöne lange Wanderungen im Inneren des Gebietes durch die Wald- und Ackerlandgegenden, wie auch an der wunderbaren Küste unternommen werden. Das Naturschutzgebiet ist frei zugänglich. Hier kann man jederzeit wandern oder die Landschaft mit dem Rad erkunden. An der Küste gibt es auch zwei sehr schöne Buchten, die die Möglichkeit für kleinere Spaziergänge oder eine Rast am Meer bieten. Es werden – jeweils an den Samstagen – aber auch geführte Touren durch den Naturpark angeboten. Hierfür kann man sich vor Ort oder gleich in Vorbereitung der Urlaubsplanung per Internet anmelden.

Der Parc Natural de Cala Montago gehört auf jeden Fall zu den landschaftlich vielseitigsten und sehr beeindruckenden Parks der Insel Mallorca. Ein Ausflug hierher lohnt sich.

Pinsapo Tannen

In den Naturschutzgebieten ist die selten gewordene Pinsapo Tanne vertreten
Mallorca verfügt auch über eine Vielfalt an Naturschutzparks und Naturschutzgebiete. Hier sind vielfach die Pinsapo Tannen vertreten, welche bereits eine gewisse Charakteristik ausmachen. Sie werden auch als Spanische Tannen bezeichnet, so dass bereits ersichtlich wird, dass die Pinsapo Tannen lediglich in einigen Gebieten Spaniens vorkommen. Weiterhin kann man sie ebenso in Marokko finden. Daher zählt diese Baumart zu den mittlerweile selteneren und erhaltenswürdigen Baumarten. Forstlich gesehen spielt diese Tanne keine besondere Bedeutung, was sicherlich auch der Beschaffenheit des Holzes zuzuschreiben ist. Jedoch gehört das Holz zu den widerstandsfähigen gegen Fäule. Das Besondere an den Pinsapo Tannen ist jedoch die Benadelung, welches sie zu einem beliebten Zierholz werden lässt.

 

Mallorca’s Naturparks sind auch ein beliebter Anziehungspunkt
Die große Vielzahl an Naturbereichen mit seinen Pinsapo Tannen macht auf Mallorca etwa 40 Prozent der kompletten Insel aus. Diese sorgen ebenso für einen regen Zulauf der Urlauber, so dass nun auch die spanischen Politiker sich darüber einig sind, dass der Erhalt auf Mallorca weitaus mehr gefördert werden sollte als bisher. Einer der wichtigsten Naturparks ist sicherlich S’Albufera, der in der Nähe von Alcudia zu finden ist. Hier ist die unglaubliche Vielfalt der Fauna und Flora zu benennen. Mehr als 200 Vogelarten sind hier registriert, die regelmässig auch die Ornithologen in ihren Bann ziehen.

 

Urlaub am Rande der Naturparks ist erholsam
Da die Einwohner stolz auf ihre Naturparks mit den Pinsapo Tannen und der Vielfalt der Pflanzen und Tiere ist, verwundert es nicht, dass den Touristen am Rande der Naturparks Ferienunterkünfte zur Verfügung stehen. Hier ist die Ruhe pur möglich, fernab vom Trubel des Massentourismus. Zur Auswahl stehen Ferienwohnungen oder Fincas, die sich im Preis moderat gestalten und selbst für größere Gruppen, die eine gewisse Entspannung suchen, gedacht sind. Vielfach befinden sich diese Unterbringungen in einer Orangenplantage, so dass eine gewisse typische Romantik aufkommt.

Durch die Nähe zu den Naturschutzgebieten kann der Urlauber die absolute Ruhe beim spazieren gehen oder Rad fahren genießen, sich dabei von den Pinsapo Tannen, die bereits zu den älteren Baumarten zählen, ein Stück spanische Geschichte erzählen lassen. So lernt der Tourist ein Stück anderes Mallorca kennen, welches nicht laut und turbulent ist.

Sa Dragonera – Insel der puren Natur

Mallorca, die beliebte Urlaubsinsel hat neben den wundervollen Sandstränden, den Promenaden, den Sehenswürdigkeit von Palma, noch weit mehr zu bieten. Mallorca verfügt über einen ungeheuren Reichtum an Naturschauplätzen, die Ihresgleichen suchen. Fast könnte ein Urlaub zu kurz sein, um sie alle gleichzeitig zu erkunden. Doch zumindest einige der herrlichen Naturschutzgebiete sollten mit auf dem Programm für Ferientouren stehen.

Vor der Küste von Mallorca liegt die kleine verlassene Insel Sa Dragonera. Nur eine schmale Wasserstraße muss mit dem Boot überwunden werden, um Sa Dragonera zu erreichen. Von der geologischen Betrachtung ist die kleine Insel eine Fortsetzung der Gebirgskette Sierra de Tramuntana. Zum Glück scheiterte vor etlichen Jahren ein Projekt, auf dieser Insel einen Ferienpark zu errichten. Sa Dragonera beheimatet einen der schönsten Naturparks von Mallorca. Der Park kann von den Besuchern über verschiedene Wanderrouten durch gequert werden, die zu den Leuchttürmen führen und von denen man jedoch nicht abweichen sollte, um den Naturreichtum mit seinen vielen Pflanzen- und Tierarten nicht zu verletzen. Aus diesem Grund bedarf es auch heute einer Genehmigung den Naturpark von Sa Dragonera zu betreten.

Auf der 301 Hektar großen Fläche des Naturparks begegnet dem Besucher ein fast unberührtes Ökosystem von Pflanzen und Tieren. Hier haben sich Vogelkolonien mit Silbermöwen, Krähenscharben und den eindrucksvollen Eleonorenfalken angesiedelt. Besondere Echsen, wie die Baeareneidechse sind zu beobachten. Hier blühen Rosmarin und Heidekraut, wachsen wilde Ölbäume und Zwergpalmen und eine Reihe von seltenen, geschützten Pflanzen. Die Küste der Insel Sa Dragonera besteht vor allem aus Klippen. Bei der Wanderung durch den Naturpark fühlt sich der Besucher in ein kleines Paradies versetzt, fern aller Zivilisation, fern von Lärm und Technik. Hier gibt es keine Autos, keinen Motorenlärm, nur die großartige unberührte Natur in all ihrer Vielfalt.

Wer einen Ausflug nach Sa Dragonera plant, kann die Insel mit einem Boot von Port d´Andratx oder von Sant Elm aus erreichen. Die Genehmigungen werden vom Consell Insular erteilt. Informationen sind bei den Touristeninformationen auf Mallorca zu erhalten. Gruppen mit mehr als zehn Teilnehmern müssen sich allerdings vorher anmelden. An den Samstagen ist der Besuch kostenlos, sonst kostet der Inselbesuch einen Euro. Kinder unter 13 Jahren und Senioren sind von der Gebühr ausgenommen.

S’Albufera

Das Paradies von Mallorca
Für Naturliebhaber ist der S’Albufera, ein Naturpark im Norden der Insel Mallorca, unbedingt einen Besuch wert. Die Landschaft, sowie die Tier- und Pflanzenwelt sind in dieser Region der Insel einmalig. Das Besondere am S’Albufera ist, dass er gleichzeitig Vogelschutzzone ist.


Die Pflanzenwelt
Im Park sind mehr als 400 verschiedene Pflanzenarten beheimatet.

Der Park S’Albufera lässt sich in zwei verschiedene Gebiete gliedern, die beide Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt beherbergen. So sind im Abschnitt der Küsten-Dünen Pflanzen zu finden, die für diese Region typisch sind. Das Besondere an diesem Gebiet sind die Zedernwachholder, die zahlreich vertreten sind. Außerdem ist ein schöner Pinienwald mit Rosmarin und Heide, die vielblütig ist, zu finden. Nur an dieser Stelle im Park ist die behaarte Spatenzunge beheimatet. In der sogenannten überfluteten Zone wachsen Schilfrohr und Binsen in großer Vielzahl. In den Kanälen, die zum Teil künstlich angelegt wurden, sind verschiedene Arten der Chara, Potamogeton und weitere Pflanzen zu finden. Gelangen Besucher in Teile des Parks, die stille Gewässer beherbergen, ist deren Oberfläche meist mit Wasserkresse oder –linse bedeckt. Entlang der Kanäle wachsen Wälder aus Pappeln und Ulmen, sowie Sträuchern verschiedener Arten.

 

Die Tierwelt
Im Park S’Albufera finden Besucher viele verschiedene Tiere aus den Bereichen der Reptilien, Amphibien und Fischen. Da es sich bei dem Park aber um eine Vogelschutzzone handelt, sind Vögel besonders zahlreich vertreten. Über 250 verschiedene Arten können Besucher hier entdecken. Allerdings benötigt man hierfür ausreichend Ruhe und Ausdauer.

S’Albufera befindet sich im Norden der Insel an der Landstraße C712, die von Alcudia nach Arta führt. Wenige Kilometer außerhalb von Alcudia finden Besucher den Park und das Besucherzentrum, das sich hervorragend als Ausgangspunkt für die Erkundung des Parks eignet. Hier können Besucher erste Informationen zum Park, sowie dessen Tieren und Pflanzen erhalten. Wer eine Führung erhalten möchte, sollte sich vor einem Besuch anmelden, um so einen Termin für eine Führung zu erfahren oder auszumachen. Dann werden Besucher von einem erfahrenen Mitarbeiter durch den S’Albufera geführt und Fragen zu Tieren und Pflanzen werden gleich beantwortet. Von April bis September hat der Park von 9 bis 19 Uhr geöffnet, während der Wintermonate Oktober bis März von 9 bis 17 Uhr. Der Besuch des Nationalparks ist kostenlos. Für vogelkundige Besucher ist besonders ein Besuch im Frühjahr oder Herbst interessant, da dann eine Vielzahl von Zugvögeln auf dem Weg in den Süden einen Stopp einlegen.